Mutterschaft

Erwerbstätige Mütter haben für die ersten 14 Wochen, bzw. 98 Tage nach der Geburt des Kindes Anspruch auf eine Mutterschaftsentschädigung (MSE). Die Mutterschaftsentschädigung beträgt 80% des durchschnittlichen Erwerbseinkommens, welches die Mutter unmittelbar vor der Niederkunft erzielt hat, höchstens aber CHF 196 pro Tag.

Wann besteht ein Anspruch auf Mutterschaftsentschädigung?

Sie haben Anspruch auf Mutterschaftsentschädigung, wenn Sie im Zeitpunkt der Geburt des Kindes

  • Arbeitnehmerin oder
  • Selbständigerwerbende sind; oder
  • im Betrieb des Ehemannes, der Familie oder des Konkubinatspartners mitarbeiten und einen Barlohn vergütet erhalten; oder
  • arbeitslos sind und entweder bereits ein Taggeld der Arbeitslosenversicherung beziehen oder eine genügende Beitragszeit im Sinne des Arbeitslosengesetzes aufweisen; oder
  • wegen Krankheit, Unfall oder Invalidität arbeitsunfähig sind und deswegen Taggeldleistungen einer Sozial- oder Privatversicherung beziehen, sofern dieses Taggeld auf einem vorangegangenen Lohn berechnet wurde; oder
  • in einem gültigen Arbeitsverhältnis stehen, aber keine Lohnfortzahlung oder Taggeldleistung erhalten, weil der Anspruch ausgeschöpft ist.

Wenn Sie die Erwerbstätigkeit wieder aufnehmen, bevor die 98 Tage vorbei sind, endet der Anspruch am ersten Arbeitstag.

Wie können Sie die Mutterschaftsentschädigung beantragen?

Sie müssen die Anmeldung für eine Mutterschaftsentschädigung ausfüllen und sie Ihrem aktuellen Arbeitgeber, bzw. wenn Sie arbeitslos sind, Ihrem letzten Arbeitgeber zustellen, damit er den Teil B des Formulars ausfüllt und die Anmeldung an seine Ausgleichskasse weiterleiten kann. Wenn Sie während dem Mutterschaftsurlaubs eine Lohnfortzahlung erhalten, wird die Mutterschaftsentschädigung grundsätzlich Ihrem Arbeitgeber überwiesen. Erhalten Sie keine Lohnfortzahlung, wird Ihnen die Mutterschaftsentschädigung monatlich nachschüssig direkt ausbezahlt.

Sind Sie bei mehreren Arbeitgebern erwerbstätig?

Haben Sie vor der Niederkunft mehrere Erwerbstätigkeiten ausgeübt, so ist trotzdem nur eine Ausgleichskasse zuständig (Wahlmöglichkeit). Die Anmeldung darf nur bei einer Ausgleichskasse eingereicht werden und muss das „Ergänzungsblatt“ (für den zweiten Arbeitgeber) enthalten. Wenn Sie gleichzeitig Angestellt und selbstständig erwerbend sind, so ist in der Regel die Ausgleichskasse, bei welcher Sie die Beiträge abrechnen, zuständig.

Sind Sie im Kanton Genf erwerbstätig?

Wenn Sie im Zeitpunkt der Geburt im Kanton Genf erwerbstätig waren, haben Sie für die ersten 16 Wochen nach der Geburt des Kindes Anspruch auf eine ergänzende Mutterschaftsentschädigung. Die Entschädigung beträgt 80% des durchschnittlichen Erwerbseinkommens, welches die Mutter unmittelbar vor der Niederkunft erzielt hat, mindestens aber CHF 62 und höchstens CHF 329.60 pro Tag. Die eidgenössische Mutterschaftsentschädigung wird dementsprechend ergänzt. Für die Geltendmachung der kantonalen Mutterschaftsentschädigung müssen Sie keine separate Anmeldung einreichen. Im Teil B der ordentlichen Anmeldung muss jedoch der Arbeitskanton aufgeführt sein.

Muss das Neugeborene länger im Spital bleiben?

Wenn Ihr Kind nach der Geburt mindestens 3 Wochen im Spital bleiben muss, können Sie den Entschädigungsanspruch aufschieben. Der Aufschub endet spätestens mit der Rückkehr des Neugeborenen zu Ihnen oder am Tag seines Todes.

Online Berechnung MSE

Berechnen Sie Ihren Anspruch hier.

Letzte Änderung 11.02.2019

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